Saint Laurent

 
 

Mit 17 Jahren kam Yves Saint Laurent aus Algerien nach Paris, wo er eine Ausbildung zum Mode- und Bühnenzeichner absolvierte. Nur ein Jahr später wurde er – zusammen mit Karl Lagerfeld - der Assistent von Christian Dior. 1958 präsentierte er seine erste eigene Kollektion, die zwar kontrovers diskutiert, aber zu einem weltweiten Erfolg wurde. Durch diese Erfahrung beflügelt, wagte Saint Laurent sich an – für damalige Verhältnisse – gewagte Kreationen: kniefreie Saumlänge, Strickmodelle mit Rollkragen, Lederblousons, alles sehr jugendlich und weniger damenhaft. Dior, bis dahin immer noch sein Geldgeber, kündigte dem experimetierfreudigen Saint Laurent, woraufhin dieser mit seinem Geschäfts- und Lebenspartner Pierre Bergé seinen eigenen Haute-Couture-Salon gründete. 1966 eröffnete er seine erste Prêt-à-porter-Boutique: Yves Saint Laurent Rive Gauche. Nach erfolgreichen Jahren, während derer er immer wieder maßgebliche Trends setzte, verabschiedete Saint Laurent sich 2002 von der Haute Couture. Der Designer starb im Juni 2008 nach langer Krankheit. Stefano Pilati führte das große Erbe in die Zukunft und wurde abgelöst von Hedi Slimane, unter dessen kreativer Leitung das Label in Saint Laurent Paris umbenannt wurde. Seit April 2016 ist der Belgier Anthony Vaccarello der Chefdesigner des Modehauses.